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Bodenplatten mit taktiler Funktion // Ausgabe 2/2018

Stein um Stein

Strukturierte Bodenplatten aus Beton sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch robust. Sonne, Wind und Wetter ausgeliefert, halten sie doch ein ganzes Leben lang.

Faszination

Am äußersten östlichen Zipfel der Republik, unweit vom Stettiner Haff in Eggesin, werden strukturierte Bodenplatten aus Beton für die Garten- und Landschaftsgestaltung in ganz Deutschland gefertigt. Es sind Betonelemente mit besonderen Oberflächen: Sie ähneln rauem Sandpapier, bilden verblüffend real Travertinstrukturen ab oder wirken als Gartentrittplatten wie fossile Versteinerungen von natürlichem Holz.

Schon einmal berichtete context über diesen Standort, damals wurden dort außergewöhnliche Fassadentafeln für einen Pariser Store von Hugo Boss produziert. Tatsächlich entsprach die silbrige Oberfläche einem in Beton gegossenen gefältelten Stofftuch, das die Exklusivität der Mode auch an der Fassadengestaltung ablesbar machte. Inzwischen werden im Greystone-Werk in Eggesin, einer Tochter von Lithonplus, Bodenplatten produziert, die vor allem beim architektonisch ambitionierten Terrassenbau, bei individueller Gartengestaltung oder bei öffentlichen Infrastrukturprojekten Verwendung finden.

Wir entwickeln die Abläufe kontinuierlich weiter.

Andreas Schubert

So gehören auch Bodenindikatoren mit markanten Noppen oder Rillen, die als taktile Leitelemente den Wegeverlauf an Plätzen, Straßenkreuzungen und Bahnsteigen markieren, zur Produktpalette. Möglich ist die präzise Ausbildung differenzierter Oberflächen durch ein maschinelles Verfahren, das dem ehemaligen ostdeutschen Betonwerk in Eggesin bereits vor einigen Jahren einen immensen Innovationssprung beschert hat.

Der östliche Standort profitiert von der speziellen Produktionsweise, die den Werksteinen besondere Güte durch Betonbeschaffenheit und Präzision und damit bis heute Alleinstellungsmerkmale verschaffen. „Seit der Inbetriebnahme der neuen Maschine vor 17 Jahren haben wir die Abläufe kontinuierlich weiterentwickelt“, so Werkleiter Andreas Schubert. „Die Produktion unterliegt einem steten Veränderungsprozess, Zement und Zuschlagstoffe ändern sich, neue Betonrezepturen und Designs werden entwickelt. Auch die Ansprüche der Kunden steigen.“ Produktinnovationen, etwa ein Doppelstein mit Nut, der den Zuschnitt vor Ort erleichtert und damit dem besseren Handling bei der Verlegung dient, entspringen oft der langjährigen Erfahrung der vielseitig geschulten Mitarbeiter. Bauingenieur Schubert ist immer wieder fasziniert, was man aus Beton „alles herausholen kann“. So entstehen in Eggesin Elemente von bleibender Präsenz. Wie bei einem Originalabdruck kommen die unverfälschten Strukturen des jeweils gewählten Vorbilds, sei es Stein, Holz oder taktiles Design, dauerhaft zum Tragen.

Susanne Ehrlinger

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