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Lithon GeoClean: Designvielfalt trifft Grundwasserschutz // Ausgabe 1/2021

Eine saubere Sache

Die Paul Hartmann AG in Heidenheim hat im Zuge des Neubaus ihrer Konzernzentrale auch den Außenbereich neu gestaltet. Die Pflasterfläche rund um die Gebäude sollte versickerungsfähig sein und zugleich das Grundwasser schützen – so kam die Weltneuheit Lithon GeoClean, das neue Pflastersystem von Lithonplus, zu seiner Feuertaufe.

Straßen & Wege

Bild: Bild: Lithonplus / Conné van d‘Grachten

Pflaster schützen Wunden, das weiß jedes Kind. Dass Pflaster auch das Grundwasser schützen können – freilich in steinerner Form –, ist jedoch kaum bekannt. Im Pflastersystem Lithon GeoClean ist eine solche Schutzfunktion eingebaut. Das System besteht aus einer versickerungsfähigen Pflasterdecke und einem darunterliegenden Aquatextil. Der Clou: Diese Schicht vermag im Wasser gelöste Verunreinigungen wie Mineralöle und andere Kohlenwasserstoffgemische zu binden.

Die Schadstoffe werden von Mikroorganismen, die sich im Aquatextil anreichern, nahezu vollständig abgebaut, während das übrige Oberflächenwasser ins Erdreich sickert und Teil des Wasserkreislaufs wird. Diese reinigende Eigenschaft macht das Produkt, das im vergangenen Jahr neu auf den Markt kam, attraktiv für den Bau von Parkplätzen und Verkehrsflächen – ja von Flächen aller Art, auf denen Öl auslaufen und ins Erdreich gelangen könnte.

Wie auch für den Bau der Außenanlage rund um die neue Konzernzentrale der Firma Hartmann. Da die Zentrale direkt an der Brenz und inmitten eines Wasserschutzgebiets angesiedelt ist, entschied sich die Unternehmensführung für das neue schützende Pflastersystem. Damit haben die Firmenverantwortlichen die Anforderungen, die für das Bauen in Natur- und Wasserschutzgebieten gelten, mehr als erfüllt. Denn Lithon GeoClean vereint in sich zwei Schlüsselkriterien: Zum einen ist das System versickerungsfähig, das heißt, im Niederschlagsfall fließt das Oberflächenwasser nicht ungefiltert in die Brenz, sondern versickert auf dem Firmengelände. Zum anderen wird das Wasser gefiltert, bevor es ins Erdreich dringt und zum Grundwasserhaushalt beiträgt.

Im Prinzip wird das Aquatextil wie ein Teppich Bahn für Bahn ausgerollt.

Ferdinand Glöggler, Bauleiter der Karok Gartengestaltung und Landschaftsbau

Die Schutzfunktion ist ein Top-Feature des Systems. Ein anderes ist die Designvielfalt. Denn je nach ästhetischem Anspruch ist das Pflaster in einer Vielzahl von Farben, Formen, Dicken und Oberflächen gestaltbar. Hartmann entschied sich für das LP 5-System 16, 32/16/12 Cassero grau sowie das LP 5-System 16, 32/16/12 Pasand Sondervorsatz. Insgesamt wurden Ende vergangenen Jahres rund 350 Quadratmeter des Systems verlegt, darunter Andienungsflächen und Parkplätze in unmittelbarer Nachbarschaft zur Brenz sowie Teile der Fahrspur, die zuvor asphaltiert waren.

Der Einbau selbst ist ebenso einfach wie das Verlegen eines herkömmlichen Geotextil-Vlieses beim Straßenbau. „Im Prinzip wird das Aquatextil wie ein Teppich Bahn für Bahn ausgerollt. Dabei ist darauf zu achten, dass sich benachbarte Bahnen überlappen. Darauf werden dann die Pflastersteine geschichtet. Die rund 350 Quadratmeter waren in etwa einer Stunde verlegt“, berichtet Ferdinand Glöggler, Bauleiter der Karok Gartengestaltung und Landschaftsbau.

Neben dem einfachen Einbau besticht das System durch seine außerordentliche Stabilität. „Selbst größere Schub- und Scherkräfte, wie sie etwa beim Befahren des Pflasters mit einem Lkw auf das Aquatextil entstehen, federt das System problemlos ab“, betont Glöggler. „Der Teppich reißt und verrutscht nicht. Im Gegenteil: Die Flächenfestigkeit wird sogar erhöht, da sich die Pflastersteine bei Krafteinwirkung noch fester verzahnen und das Aquatextil eine bewehrende Wirkung hat.“

Uns ist aufgefallen, dass das System für zusätzliche Stabilität im Untergrund sorgt.

Markus Fäustle, Verkaufsberater Lithonplus

Die hohe Schutzwirkung und Stabilität bestätigt auch Markus Fäustle, Verkaufsberater Lithonplus. Obwohl das System erst seit Kurzem auf dem Markt ist, kann er schon über erste Praxiserfahrungen berichten: „Wir haben noch eine Pilotfläche, die aktuell in Betrieb ist und dort haben wir keinerlei negative Eigenschaften registriert. Im Gegenteil: Uns ist aufgefallen, dass das System für zusätzliche Stabilität im Untergrund sorgt.“ So gesehen ist das System für den Bau belasteter Pflasterflächen prädestiniert, weil es für Festigkeit und ein nachhaltiges Regenwassermanagement steht.

Hätten Sie gedacht, dass in deutschen Städten mehr als 70 Prozent aller Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegelt sind? Und wussten Sie, dass ein Liter Öl potenziell in der Lage ist, eine Million Liter Wasser zu verunreinigen? Lithon GeoClean löst beide Probleme, indem es Flächen versickerungsfähig macht und Öl- sowie Kohlenwasserstoff-Kontaminationen zu circa 99 Prozent abbaut. Während das Pflaster für hohe Stabilität, Belastungsfähigkeit und Designvielfalt steht, fördert das Aquatextil den biologischen Abbau durch vorhandene Mikroorganismen.

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